Von Jenseitigem und Diesseitigem
Diesseits und Jenseits, Theologie und Kunstgeschichte, Unsichtbares und Sichtbares, Glaube und Kunst – Paare, die eng aufeinander bezogen und sich gegenseitig bereichern. Sehnsucht des Menschen nach Zugang zum Überirdischen findet eine Ausdrucksform in der bildenden Kunst. Am eindrücklichsten zeigt sich das vielleicht in den farbigen Fenstern: unsichtbares Licht fällt aus dem Jenseits hinein in den irdischen Raum und wird durch die Kunst der Bildfenster sichtbar zu Leben erweckt. Diese Bewegung zwischen Sehnsucht nach Gotteserfahrungen und ihrer Ausdrucksform durch Künstlerhände faszinieren mich seit dem Ende meines Theologiestudiums und suchen danach, in meinem Leben eine Verbindung einzugehen.

 
Etwas über mich...

Susanne Hirsch lic. theol., lic. phil., Theologin und Kunsthistorikerin

Ausbildung
1986-1996
Studium der Theologie in Naumburg/Saale, Halle/Saale, Zürich und Luzern. Abschluss mit einer Lizenziatsarbeit zum Thema „Jakobs Kampf am Jabbok – Geschichte einer Begegnung.“ In dieser Arbeit untersuche ich anhand seiner Darstellungen, wie sich Chagalls Deutung dieses Kampfes im Laufe seines Lebens ändert – von einem unnahbar fernen übermächtigen Gott zu einem sehr nahen und angreifbaren Gott.

1997-1999
Studium der Kunstgeschichte in Basel

2000-2001
Auslandaufenthalte in Irland und Zentralamerika

2007-2013
Studium der Kunstgeschichte und der Geschichte des Mittelalters an der Universität Zürich mit Schwerpunkt in der mittelalterlichen christlichen Kunst. Abschluss mit einer Lizenziatsarbeit zum Thema "Eine Welt ordnen. Das Gliederungssystem der karolingischen Fresken in der Klosterkirche St. Johann zu Müstair." Mit Hilfe des Zeichenprogrammes Illustrator habe ich das Gliederungssystem der karolingischen Fresken aufgezeichnet und erarbeitet, wie sich das Rahmensystem auf die Erzählstruktur der Bildgeschichten auswirkt.

2016-2018
GCL-SJ-Seminar zur Exerzitienbegleitung und Geistlichen Begleitung in Augsburg
Kunstgeschichte

Seinen Ausdruck finden

Unterwegs als freiberufliche Kunsthistorikerin

Tätigkeiten
Seit 2017 Verantwortliche für das Erstellen der Denkmalschutztafeln der kantonalen und regionalen Schutzobjekte, Kanton Zürich
 
Seit 2015 Inventarisierungen im Auftrag von proSpect Aarau und Dr. Guido Faccani Zürich

Seit 2007 Führungen:
  • Chagallfenster im Fraumünster Zürich/ZH
  • Glasmalereien der Klosterkirche Kappel am Albis/ZH
  • Die alte Pfarrkirche in Biasca/TI
  • Kirche und Museum St. Johann in Müstair/GR
2016: Redaktion und Realisation der Broschüre „250 Jahre Ende der Reduktionen in Lateinamerika“ im Auftrag der Schweizer Provinz der Jesuiten, in Zusammenarbeit mit ZURBONSEN Communications

2014 – 2015 Reorganisation von Bibliothek und Archiv, Ziegelei-Museum Hagendorn / Cham

2013 – 2014 Aufnahme, Beschreibung und Deutung einer Wandmalerei des 16. Jahrhunderts in Baar/ZG, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug

2013 Ikonographische Analyse zur geplanten Restaurierung der Schlusssteine im Chorgewölbe vom Berner Münster, Berner Münster-Stiftung

2010 Lehrauftrag „Bibelkunde für Kunsthistoriker und Kunsthistorikerinnen“, Kunsthistorisches Institut, Universität Zürich

2009 Schulung von Museumsführerinnen, St. Johann in Müstair/GR

2003 – 2007 Konzipierung und Realisierung des Katalogs zu den mittelalterlichen Wandgemälden der Klosterkirche St. Johann, Müstair/GR

Publikationen
  • Hirsch, Susanne: Mit dem Blick der Fremden. In: Reduktionen. Hrsg. von der Schweizer Provinz der Jesuiten, Stiftung Jesuiten weltweit, Zürich 2016. S. 12-13.
  • Hirsch, Susanne: Die Wandmalereien in der Leihgasse 39/41 in Baar. In: TUGIUM 2015. Jahrbuch des Staatsarchivs des Kantons Zug, des Amtes für Denkmalpflege und Archäologie, des Kantonalen Museums für Urgeschichte Zug und der Burg Zug. Hrsg. vom Regierungsrat des Kantons Zug. Zug 2015. S. 100-106.
  • Hirsch, Susanne: Künstlerische Vielfalt beim Waltensburger Meister. In: Der Waltensburger Meister in seiner Zeit. Hrsg. von Horst Rupp. Lindenberg 2015, S. 67-82.
  • Hirsch, Susanne: Ikonographische Analyse der uneindeutigen Schlusssteine im Berner Münsterchor. 2014. Onlinepublikation: http://www.bernermuensterstiftung.ch/aktuell/aktuell.htm.
  • Hirsch, Susanne: Welt ordnen. Das Gliederungssystem der karolingischen Fresken in St. Johann zu Müstair. In: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte ZAK 70, Nr. 3/2013, S. 161-184.
  • Goll, Jürg / Exner, Matthias / Hirsch, Susanne. Müstair: Die mittelalterlichen Wandbilder in der Klosterkirche. Zürich 2007.
Theologie

Der Geist Gottes führt ins Konkrete

Spiritueller Hintergrund
Aus der DDR kommend habe ich 1990 in Zürich festgestellt, dass «Jesuit» nicht nur ein Schimpfwort ist, sondern dass es heute noch Jesuiten gibt. Seit dem bin ich mit den ignatianischen Exerzitien unterwegs. Es ist eine Suchbewegung, die hineinführt in den Alltag – in allen Dingen Gott suchen und finden. Wichtig auf diesem Weg waren auch die Jahre in der Arche, dieser von Jean Vanier 1964 gegründeten Gemeinschaft mit geistig behinderten Menschen. Seit 2007 gehöre ich zu einer Gruppe der GCL, einer ignatianischen Laiengemeinschaft.


Arbeiten als Theologin
Seit 2003 bin ich teilzeitlich in verschiedenen Pflegezentren und Alterseinrichtungen in Zürich als Seelsorgerin tätig. Begegnungen mit dementen Menschen und Menschen am Lebensende lehren mich viel über den Zugang zum Jenseitigen.
Im Februar 2018 habe ich mit der Begleitung von Exerzitien begonnen und hoffe, dass sich dieser Weg als Begleiterin von Exerzitien und als geistliche Begleiterin weiter konkretisiert.
 
Publikationen
  • Hirsch, Susanne: Actio – Passio – Contemplatio. In: NOVAcura. Das Fachmagazin für Pflege und Betreuung. Jg 49 / Heft 6 / 2018. S. 17-20.
  • Hirsch, Susanne / Plüss, Antoine: Gefühle und Emotionen in der Seelsorge. In: NOVAcura. Das Fachmagazin für Pflege und Betreuung. Jg 47 / Heft 10 / 2016. S. 21-23.
Kontaktmöglichkeiten

Da erreichen Sie mich:

Adresse
Susanne Hirsch
Hegianwandweg 41
8045 Zürich

M +41 77 461 45 31
T +41 43 433 86 37
 
E-Mail
susanne.hirsch@gmx.ch
 
Impressum
Letztmalige Nachführung: 20. Juli 2018
Erstellt von Isabelle Macciacchini, www.atelierpunkt.ch